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Psychologische Texte, Ausbildungen und Fachartikel

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Wir lesen für Sie Bücher die lesen möchten, aber nie dazu kommen. Kapitel für Kapitel fassen wir Inhalte zusammen, verweisen auf Quellen und ergänzende Texte.

Heute: Gerhard Roth, «Über den Menschen»

Nach einigen sehr erfolgreichen Publikationen zu neurowissenschaftlichen Fragen leistet sich Gerhard Roth einen Ausflug ins Philosophische. Der Suhrkamp-Verlag schreibt dazu: «In Anknüpfung an seinen Bestseller ‘Aus der Sicht des Gehirns’ entwirft er auf zugängliche und elegante Weise ein Bild des Menschen als geistig-soziales, auf Erfassung des Sinnes seiner selbst und seiner Lebenswelt ausgerichteten Wesens.»

Dem Autor geht es darum, seine neurowissenschaftlichen Erkenntnisse ohne wissenschaftliches Beiwerk erstens als Erklärungsmaterial darzustellen, zweitens in einen entwicklungsgeschichtlichen Kontext zu stellen und drittens seine Forschungsergebnisse in einen philosophisch-psychologischen Rahmen zu fügen.

Einleitung

In der Einleitung beschäftigt sich der Autor mit der Frage, ob auf Grund neurowissenschaftlicher Erkenntnisse ein neues Menschenbild notwendig sei. Dabei führt er an, dass es auch um eine Zentralfrage der Philosophie gehe, nämlich um das Zusammenspiel und die Zusammengehörigkeit von Gehirn und Geist, um die Natur des Bewusstseins und «um die Existenz einer mentalen Kausalität, das heisst einer Einwirkung des Geistes auf das Gehirn jenseits der Naturgesetze»(2021,18). Letztlich frägt sich der Autor, wie die Erkenntnisse der Neurowissenschaften mit empirischer Psychologie und den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften verknüpft werden können.

Nächste Folge: 1. Kapitel, Vom Wunsch des Menschen, etwas Besonderes zu sein.